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Nach Studium und Arbeit als Ingenieurin, später im Fach Germanistik und Kunstgeschichte und Abendstudium Malerei/ Grafik an der HfBK Dresden ist Ute Naue-Müller (*1960) mit über 40 eine Spätstarterin in die Welt der Keramik. In ihren bildhaften Gefäßen und Skulpturen fließen all ihre Interessen zusammen. Aus einem reichen Fundus an Fotos, Zeitungsausschnitten und eigenen Texten schöpfend, nehmen Gedankenschnipsel Gestalt an und werden zu Werken von erhabener Schönheit, hintersinnigem Witz und beißender Ironie.
Die Schülerin von Mathies Schwarze mit Abschluss der Schule für Gestaltung in Bern ging noch an die Forest Row School of Ceramics in East Sussex/ England, ehe sie sich 2020 mit handgedrehten Geschirrserien für die Spitzengastronomie in ihrem neuen Beruf selbständig machte. Ihr Porzellan ist dünnwandig und überrascht durch Transluzenz und Leichtigkeit. Seit neuestem arbeitet die Scheibentöpferin (*1977) das Weiche, Verletzliche des Materials heraus. Zu ihrem zarten Seladongrün entwickelte sie ein kräftiges Kupferrot.
Nachhaltigkeit und der respektvolle Umgang mit Ressourcen sind ein besonderes Anliegen der M.Sc. Umweltwissenschaftlerin (*1975), die sich erst 2008 in Deutschland für Keramik zu interessieren begann und 2014-17 an der Fachschule für Keramik/ Fachbereich Gestaltung in Höhr-Grenzhausen studierte. Seit 2022 im eigenen Atelier in Heidelberg, fertigt sie Kleinserien aus pastellfarbenem Porzellan. In Vasen, Schalen und Bechern in Gusstechnik zeigt sich ihre Vorliebe für die reduzierten Formen alltäglicher Industrieprodukte.