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Anlässlich der Lichternacht in Staufen öffnet das Keramikmuseum (Wettelbrunner Str. 3) am Freitag 12. Dezember von 17-21 Uhr eigens in seiner Winterpause. Zum 4. Museumsabend wird bei freiem Eintritt traditionell eine besondere Ausstellung im STUDIO, Kurzführungen, Glühwein und Lebkuchen geboten.
In diesem Jahr hat der Förderkreis die Illustratorin Rusiko Shashiashvili aus Tbilisi/ Tiflis und der Keramikerin Nona Otarashvili aus Freiburg ins STUDIO eingeladen. Unter dem Titel BEWAHREN zeigen sie ihren Weihnachtsschmuck aus Porzellan (mit Verkauf) und gehen auf dessen besondere Geschichte ein. Die beiden Künstlerinnen haben sich der Erforschung und künstlerischen Neuinterpretation von historischem Weihnachtsschmuck in Georgien gewidmet. In Erinnerung an ihre Jugendzeit leben Figürchen, Objekte und kunstvolle „Kugeln“ in weißem Porzellan mit feiner Goldmalerei wieder auf. Eine begleitende Fotodokumentation illustriert den Wandel vom Christbaum zum Neujahrsbaum in der Sowjetzeit. Zur Ausstellung, die auch in Tiflis gezeigt wird, erscheint ein zweisprachiger Katalog (deutsch/georgisch) mit zahlreichen Abbildungen.
Die Liebe zum Detail und allerhöchste Präzision ist den vielfach ausgezeichneten Spezialisten für Porzellan, Minsoo Lee und Bokyung Kim aus Südkorea, gemeinsam. Seit 2018 in Diessen am Ammersee ansässig, bieten sie in ihrem Atelier SOOBO neben erlesenen Einzelstücken eine gemeinsam entwickelte Geschirrserie an, die sich durch feinste Haptik und seidigen Glanz auszeichnet. Die klare, minimalistische Formensprache des Bauhauses hat die beiden ursprünglich nach Deutschland gelockt. In Form und Farbe ihrer Vasen knüpft Bokyung Kim neuerdings wieder an die große Tradition Südkoreas an.
Bei der Vernissage am Freitag, 17. Oktober, um 19 Uhr stellt Dr. Maria Schüly die Keramikerin im Gespräch vor. Anschließend feiert der Förderkreis des Keramikmuseums mit seinen Besucherinnen und Besuchern bei Musik, Gugelhupf und Wein den Abschluss seines Jubiläumsjahres.
Die Ausstellung läuft bis 30. November und ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet.
Altüberlieferte Krüge und Kannen inspirieren sie. Teekannen und Teeschalen gehören zu ihrem ständigen Repertoire. Mit ihren formenden Händen, gestisch aufgetragener Glasur und Malerei und dem Holzfeuer verleiht sie jedem Gefäß seinen unverwechselbaren Charakter. Sie folgt ihrer Intuition, lässt ihren Emotionen freien Lauf und hat doch so viel Erfahrung, dass sie genau weiß, was sie tut. Seit 1999 arbeitet Isabelle Pammachius (*1970) im Atelier Boisbelle unweit La Borne mit Hervé Rousseau. Im Noborigama (= japanischer Mehrkammer-Holzofen) nutzt sie die Möglichkeiten des Ascheanflugs.
Bei der Vernissage am Freitag, 29. August, um 19 Uhr stellt Elisabeth Schraut aus Karlsruhe die Töpferin in einem deutsch-französischen Gespräch vor. Anschließend bietet der Förderkreis des Keramikmuseums mit Musik, Gugelhupf und Wein einen unterhaltsamen Sommerabend.
Die Ausstellung läuft bis 12. Oktober und ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet.
Zum Jubiläumsjahr des Förderkreis Keramikmuseum Staufen e.V. präsentiert sich das 1990 gegründete Keramikforum Freiburg, ein Zusammenschluss zeitgenössischer Keramikerinnen und Keramiker aus Freiburg und Umgebung. Mitglieder des Keramikforums konnten in den letzten 30 Jahren verschiedentlich im STUDIO des Museums ausstellen. Nun bietet das Keramikforum eine thematische Gesamtschau unter dem selbst gewählten Thema Dosen, die das breite Spektrum seiner Mitglieder und den Generationenwechsel der letzten Jahre widerspiegelt.
Die Ausstellung läuft bis 24. August und ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet. Bei der Vernissage am Freitag, 11. Juli, um 19 Uhr wird eine Einführung mit musikalischer Begleitung gegeben. Sie ist Auftakt zum Museumsfest am Wochenende mit Mitmachaktionen, Musik und Kurzführungen.
Mathies Schwarze und seine Virtuosität an der Töpferscheibe übten eine solche Faszination auf die Architektin aus, dass sich Astrid Graf-Noha (*1965) zunehmend der Gefäßkeramik widmete und ihre Ausbildung an der Schule für Gestaltung Bern absolvierte. Das unendliche Spiel von Volumen und Proportionen ließ sie nicht mehr los. Farben und Dekore sollen nicht ablenken. Monochrome, häufig matte Oberflächen konzentrieren den Blick auf die Form, die geradezu figural wirkt. Die Ausstellung läuft bis 6.Juli und ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet. Bei der Vernissage am Freitag, 23. Mai, um 19 Uhr stellt die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte von Savigny die Keramikerin vor, Philipp Schiemenz spielt Cello. Anschließend wird wie immer Gugelhupf und Wein gereicht und die Keramiken stehen zum Verkauf.
Mit Lust an der Sinnlichkeit des Werkstoffs Porzellan und Neugier für das digital gestützte Verfahren des keramischen 3D-Drucks sucht die Produktdesignerin ihre individuelle Formensprache in der Gefäßkeramik. Seit 2017 im eigenen Designstudio Additive Addicted in Berlin, erschafft Babette Wiezorek (*1984) immer neue Formen mit eigenwilligem Bewegungsmuster und von intensiv flirrender Farbigkeit. Einfühlsam sucht sie das Verhältnis von Maschine und Material, Präzision und Unschärfe, Digitalität und Empathie auszuloten.
Bei der Vernissage am Freitag, 4. März, um 19 Uhr stellt die Kunsthistorikerin Laura Wanckel aus Freiburg die innovativen Porzellankünstlerin mit aktuellen Arbeiten vor. Als besonderer Event zum 30. Förderkreisjubiläum wird Babette Wiezorek ihre Technik am 3D-Drucker zeigen.
Die Ausstellung läuft bis 30. März und ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet.
Guy Van Leemput, Herentals B
Seine Porzellanarbeiten sind einzigartig und unverwechselbar in der internationalen Keramikwelt. Sie wurden mit Preisen ausgezeichnet und befinden sich in bedeutenden Museen, wie dem Museum of Modern Ceramic Art in Gifu, Japan. Seit Jahren fertigt Guy Van Leemput hauchdünne Porzellanschalen von geballtem Volumen. Gestaltungsprinzip ist das Aufbauen der Form über einem aufgeblasenen Luftballon. Diese von ihm selbst entwickelte, ungewöhnliche Technik erfordert eine tiefe innere Ruhe und Konzentration. Aus vielen kleinen Porzellanstücken entwickelt der Künstler teils hoch komplexe Muster, inspiriert von der Natur und von den alten Kulturen. Poetische Titel auf dem Boden seiner Gefäße geben Aufschluss darüber.
Guy Van Leemput (*1967) ist studierter Mathematiker und Keramiker. In seinen Gefäßen verbindet er beide Befähigungen auf kongeniale Weise. Er entwickelt Muster von großer Regelmäßigkeit, die in ihrer Linienführung auf geometrische Konstruktionszeichnungen zurückgehen und doch haben sie am Ende nichts Starres. Nach dem Verschmelzen der Oberfläche im Brand fühlen sich die Schalen fast weich an und sind von überwältigender Fragilität. Der Holzbrand hat ihnen den Charme eines leichten Ascheanflugs verliehen. Erhabene Linien erzeugen im Gegenlicht eine überraschende Tiefenwirkung.
Die Ausstellung You are my illusion… – Guy Van Leemput, Herentals/ Belgien (14.02. - 30.03.25) im STUDIO Keramikmuseum Staufen ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet. Bei der Vernissage am Freitag, 14. Februar, um 19 Uhr stellt die Kunsthistorikerin Christiane Grathwohl die Arbeiten von Guy Van Leemput vor, der seine besondere Technik vorführt. Lee Ferguson aus Freiburg spielt Schlagzeug.
Nach Studium und Arbeit als Ingenieurin, später im Fach Germanistik und Kunstgeschichte und Abendstudium Malerei/ Grafik an der HfBK Dresden ist Ute Naue-Müller (*1960) mit über 40 eine Spätstarterin in die Welt der Keramik. In ihren bildhaften Gefäßen und Skulpturen fließen all ihre Interessen zusammen. Aus einem reichen Fundus an Fotos, Zeitungsausschnitten und eigenen Texten schöpfend, nehmen Gedankenschnipsel Gestalt an und werden zu Werken von erhabener Schönheit, hintersinnigem Witz und beißender Ironie.
Die Schülerin von Mathies Schwarze mit Abschluss der Schule für Gestaltung in Bern ging noch an die Forest Row School of Ceramics in East Sussex/ England, ehe sie sich 2020 mit handgedrehten Geschirrserien für die Spitzengastronomie in ihrem neuen Beruf selbständig machte. Ihr Porzellan ist dünnwandig und überrascht durch Transluzenz und Leichtigkeit. Seit neuestem arbeitet die Scheibentöpferin (*1977) das Weiche, Verletzliche des Materials heraus. Zu ihrem zarten Seladongrün entwickelte sie ein kräftiges Kupferrot.
Nachhaltigkeit und der respektvolle Umgang mit Ressourcen sind ein besonderes Anliegen der M.Sc. Umweltwissenschaftlerin (*1975), die sich erst 2008 in Deutschland für Keramik zu interessieren begann und 2014-17 an der Fachschule für Keramik/ Fachbereich Gestaltung in Höhr-Grenzhausen studierte. Seit 2022 im eigenen Atelier in Heidelberg, fertigt sie Kleinserien aus pastellfarbenem Porzellan. In Vasen, Schalen und Bechern in Gusstechnik zeigt sich ihre Vorliebe für die reduzierten Formen alltäglicher Industrieprodukte.