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Der ehemalige BUND-Regionalgeschäftsführer Axel Mayer hat Protestplakate der Anti-Atom-Bewegung der 70er Jahre archiviert. 50 Jahre nach der Bauplatzbesetzung in Wyhl ist nun eine Auswahl der umfangreichen Plakatsammlung im EWS-Store in Freiburg zu sehen – ein wichtiges, bis heute inspirierendes Stück Protestgeschichte.
«Wyhl war nicht nur das ‚Nai hämmer gsait‘ zur Atomkraft, sondern auch das frühe Ja zu den zukunftsfähigen Energien», sagte Axel Mayer vor ein paar Wochen in einem Interview für die Badische Zeitung zum 50sten Jahrestag der Platzbesetzung und des beginnenden Protests gegen das geplante Atomkraftwerk am Kaiserstuhl.
Der damalige Bauplatzbesetzer und Umweltaktivist, der lange Jahre in Freiburg als BUND-Regionalgeschäftsführer tätig war, sieht im frühen AKW-Protest den Beginn der Energiewende. Naheliegend also, dass die EWS Schönau die Digitalisierung einer Plakatsammlung unterstützt haben, die Mayer gesammelt und dem Badischen Landesmuseum als Schenkung überstellt hatte. Denn auch die EWS sind aus dem Anti-Atom-Protest entstanden und haben so die Energiewende mitgestaltet.
Die Plakate, im Kontext von Wyhl und der Anti-AKW-Proteste der 1970er Jahre entstanden, zeigen ein vielfältiges Bild von Protestkultur, deren einprägsame Slogans und humorvoll-kritische Designs uns mitnehmen in eine Zeit, in der noch nicht im Netz, sondern im öffentlichen Raum aufgeklärt und mobilisiert wurde. Sie spiegeln die ganze Vielfalt der damaligen Protestkultur, zwischen jugendlich-kritischem urbanem Widerstand und ländlich-hartnäckiger Beharrlichkeit, wider.
Mathies Schwarze und seine Virtuosität an der Töpferscheibe übten eine solche Faszination auf die Architektin aus, dass sich Astrid Graf-Noha (*1965) zunehmend der Gefäßkeramik widmete und ihre Ausbildung an der Schule für Gestaltung Bern absolvierte. Das unendliche Spiel von Volumen und Proportionen ließ sie nicht mehr los. Farben und Dekore sollen nicht ablenken. Monochrome, häufig matte Oberflächen konzentrieren den Blick auf die Form, die geradezu figural wirkt. Die Ausstellung läuft bis 6.Juli und ist Mittwoch-Samstag von 14-17 Uhr und Sonntag von 12-17 Uhr geöffnet. Bei der Vernissage am Freitag, 23. Mai, um 19 Uhr stellt die Kunsthistorikerin Dr. Brigitte von Savigny die Keramikerin vor, Philipp Schiemenz spielt Cello. Anschließend wird wie immer Gugelhupf und Wein gereicht und die Keramiken stehen zum Verkauf.
Hättest du gewusst, wieviel unserer Kleidung im Müll landet?
Weißt du, wo du in Freiburg nachhaltige Kleidung findest?
Im Rahmen des Freiburger Kleeblattes, gefördert durch den BNE Nachhaltigkeitsfond, biete ich von der Upcycling WERTstatt gemeinsam mit dem Bildungsverein aiforia-ecokulture e.V. kostenfreie Upcycling Workshops im Bereich Textilien an - für Menschen mit Flucht- oder Migrationshintergrund (ab B1) oder/ und für Menschen mit kleinem Geldbeutel, die sich für nachhaltige Mode interessieren.
Brasilien mit 8.547.403 km ² und ungefähr 220 Millionen Einwohnern, dreiundzwanzig mal so groß wie Deutschland, hat zu viele Facetten, als dass sie alle in nur einer Ausstellung berücksichtigt werden können. Die Ausstellung soll dennoch die Vielschichtigkeit Brasiliens aufzeigen, zu einem differenzierteren Brasilienbild beitragen und zugleich zum Engagement auffordern. Entprechend finden die von der Brasilieninititiave Freiburg e.V. untersützen Projekte ihren Platz. Die Ausstellung soll sowohl Schulen als auch interessierten Kommunen und Vereinen zur Ausleihe angeboten werden.
Die Fotos der Ausstellung sind von Günther Schulz. Er ist seit Beginn der 70er Jahre in der Brasilien – Solidaritätsarbeit tätig, Mitbegründer und Vorsitzender der Brasilieninitiative Freiburg e.V. www.brasilieninitiative.de und Herausgeber des zweimal jährlich erscheinenden Magazins „Brasilien Nachrichten“ www.brasiliennachrichten.de. Zugleich ist er Autor zahlreicher Artikel und Fotobeiträge über Brasilien. Günther Schulz lebte von 1992 – 1996 in Brasilien, er wohnt in Freiburg und reist jährlich in das südamerikanische Land.
Tartüff oder Der Geistige
Eine (Meta-)Komödie von John von Düffel. Sehr frei nach Molière
Das höchste Glück durch die Erfüllung unserer individuellen Lust und Gier ist out – Askese ist angesagt!
Dem Unternehmer Orgon passt es daher gut, dass sein Freund Tartüff, der bei ihm wohnt, flammende Plädoyers fürs Sparen hält, auch wenn er sich selbst nicht immer daran hält. Orgons Geschäfte laufen schlecht, das Privatvermögen schwindet – da hilft Tartüffs Haltung, um der Familie klarzumachen, dass der Gürtel jetzt enger geschnallt werden muss! Orgons Frau Elmire ist not amused, hat sie ihren Mann doch nur wegen seines Geldes geheiratet; und Orgons Kinder Damis und Mariane haben fest damit gerechnet, reiche Erben zu werden. Immerhin steht Madame Pernelle, Orgons Mutter, ganz auf der Seite von Tartüff, obwohl gerade ihr Luxusleben mit Schuld an der Misere ist! Von akutem Wohlstandsverlust bedroht, kämpfen plötzlich alle gegen alle!
John von Düffels Komödie verknüpft Motive aus Molières Tartuffe und Der Geizige zu einer pointierten Bestandsaufnahme unserer Gegenwart.
„Wir leben in einer Gesellschaft, in der jede Regel, jede Rücksicht als Zumutung empfunden wird [...] Dabei wissen doch alle, dass wir über unsere Verhältnisse leben, ökologisch und ökonomisch! Wir wissen, dass wir uns Grenzen setzen müssen, aber wehe dem, der sie uns setzt.“
John von Düffel
UA: 09.12.2023, Stadttheater Bremerhaven
Premiere 23. Mai 2025 / Regie: Marcel Keller
Neun Vereine aus acht Ländern präsentieren ihre „süße“ erfolgreiche Projektarbeit, landestypische Süßigkeiten, ein buntes Rahmenprogramm und laden zum Dialog ein.
An den liebevoll gestalteten Ständen erwartet die Besucher*innen Kulinarisches gegen Spende, Einblicke in interkulturelle Projekte, Geschichten und Perspektiven und ein kostenloses Kinder- und Rahmenprogramm. Mit allen Sinnen Vielfalt erleben!
Parallel dazu gibt es eine Ausstellung mit Ideen zu einem Haus der Kulturen in Freiburg.
Austausch auf Augenhöhe und Raum für neue Netzwerke machen die Messe zu einem besonderen Ereignis.
Parallel zur Veranstaltung findet im Rieselfeld auf dem Maria-von-Rudloff-Platz der große Flohmarkt statt.
Der Eintritt ist frei - Spenden erwünscht
Schirmherr der Veranstaltung ist Herr Bürgermeister von Kirchbach
Teilnehmende Vereine:
Gefördert durch:
Bei der Veranstaltung wird zur Dokumentation und für die Öffentlichkeitsarbeit fotografiert und gefilmt. Wer nicht abgebildet sein möchte, soll sich beim Stand des Kulturforum Freiburg e.V. bei Gabi Obi melden und Bescheid sagen.
Das ARRAIÁ DONA FLOR ist eine Gelegenheit, die kulturelle Vielfalt Brasiliens zu feiern und die Verbindungen zwischen der brasilianischen, deutschen und internationalen Gemeinschaft in der Region zu stärken. Künstler*innen aus verschiedenen Regionen Brasiliens sowie Organisationen und Vereine, die die brasilianische Kultur in Freiburg und Umgebung stärken, kommen bei diesem einzigartigen Event zusammen. Das Fest bietet ein besonderes Programm mit typischer Musik, folkloristischen Aufführungen, einem Kinderbereich sowie brasilianischen Speisen und Getränken (auch in veganer Variante).
Eintritt: 5 € (Nicht-Mitglieder) | 2 € (Mitglieder) - Kostenlos für Kinder bis 14 Jahre.
Für weitere Informationen folgt uns auf unseren sozialen Netzwerken:
Instagram: https://www.instagram.com/donaflorfreiburg/
Facebook: https://www.facebook.com/dona.flor.501
Fragen oder Info: info@donaflor.de
Wir freuen uns auf euch!
Die Misa a Buenos Aires (Misatango) von Martín Palmeri verbindet Tradition und Moderne. Das Werk steht symbolisch für die Vereinigung von scheinbaren Gegensätzen: historische Elemente, wie der lateinische Messetext und klassische Fugen treffen auf die ansteckenden Rhythmen des Tango nuevo. Die geistliche Tiefe einer Messe verschmilzt mit der weltlichen Leidenschaft und Freude des Tanzes.
Besonders hervorzuheben ist das „Dona nobis pacem“ am Ende der Messe, das mit seinem eindringlichen Wunsch nach Frieden hervorragend zum Motto der deutsch-französischen Chöre passt: „Wer miteinander singt, schießt nicht aufeinander!“ Eine Botschaft, deren Dringlichkeit leider heute, 80 Jahre nach Ende des zweiten Weltkriegs, nicht an Aktualität verloren hat.
Aus Anlass unseres 50. Chor-Jubiläums kooperieren wir mit dem DFC Bonn, einem unserer 16 deutsch-französischen Partnerchöre.
Beide Chöre bestreiten zunächst jeweils einen eigenen Teil des Konzertprogramms, bevor wir uns zur „Misa a Buenos Aires“ vereinigen. Der DFC Freiburg wird ein eigens arrangiertes Medley mit Liedern und Chansons der letzten 50 Jahre zum Besten geben. Diese Programmdramaturgie, welche gleichermaßen gestalterische Individualität und Gemeinsamkeiten sichtbar werden lässt, ist fest im musikalischen Austausch der Deutsch-Französischen Chöre verankert und versinnbildlicht die deutsch-französische Freundschaft.
Im Rahmen der Afrikatage des Tukulore Wamu e.V. lädt das Buschorchester allerherzlichst ins Bürgerhaus von Gallenweiler ein.
60 Sängerinnen und Sänger freuen sich auf vitale Rhythmen und Lieder aus Afrika und anderen Gegenden unseres Planeten. Und auf die eigenen Kompositionen, die im Austausch mit der afrikanischen Musikkultur entstanden sind. Marimba, Steeldrum, etliche weitere Instrumente und natürlich unzählige Trommeln und verschiedenartigste Percussion kommen zum Einsatz.
Zum Tanzen, Lauschen, Mitsingen oder einfach dabei
sein.
Der Eintritt ist frei.
Musikalische Leitung: Christian Deichert
www.buschorchester.de
www.tukolore-wamu.de
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Auf der Suche nach Abenteuer verlässt ein alleinstehender Programmierer für eine Nacht die Einsamkeit und Sicherheit seines überschaubaren Daseins. Zwischen Mitternacht und Sonnenaufgang gerät er in ein Netz kleiner und großer Katastrophen mit exaltierten Künstler*innen, vereinsamten Selbstdarsteller*innen und Überlebenskünstler*innen, deren Opfer er beinahe wird. Im Gewand einer leichtfüßigen Komödie offenbart sich eine albtraumhafte Reise durch die urbane Subkultur Manhattans, in der sich Komik und Bedrohung, Erlösung und Angst in einer virtuosen Inszenierung die Waage halten. Martin Scorseses erste Zusammenarbeit mit dem Kameramann Michael Ballhaus trug ihm den Regiepreis in Cannes ein.
Sa 05.07., 19:30, Einführung: Angelika Sandholz
Psychoanalytiker*innen stellen Filme vor
Unsere vergessenen Befreier
Unter dem offiziellen Titel CHRONIQUES FIDÈLES SURVENUES AUS SIÈCLE À L´HOPITAL PSCHIATRIQUE BLIDA-JOINVILLE, AU TEMPS OÚ L´DOCTEUR FRANTZ FANON ÉTAIT CHEF DE LA CINQUIÈME DIVISION ENTRE 1953 ET 1956 schildert Abdenour Zahzah die prägende Zeit von Dr. Frantz Fanon als Leiter der muslimischen Abteilung des psychiatrischen Krankenhauses von Blida-Joinville in Algerien. Während seiner Amtszeit führte Fanon weitreichende Reformen ein und analysierte, wie Rassismus, Kolonialismus und Vorurteile die Wahrnehmung von psychischen Erkrankungen beeinflussen. Er entwickelte sozialtherapeutische Ansätze, die den heilenden Einfluss von sozialer Interaktion und kultureller Verbundenheit in den Mittelpunkt stellten. Dazu zählten Aktivitäten wie Mannschaftssport, Live-Musik und die Schaffung sozialer Räume, die den kulturellen Hintergründen der Patienten entsprachen.
Der Film beleuchtet die menschlichen Beweggründe hinter Fanons philosophischen und politischen Einsichten und zeigt, wie er zu einem tiefgreifenden Verständnis der psychologischen Auswirkungen des Kolonialismus sowie der Bedeutung nationaler Befreiungsbewegungen für grundlegende gesellschaftliche Veränderungen gelangte. Über 60 Jahre nach seinem Tod bringt dieses wegweisende Biopic ein zentrales Kapitel im Leben eines der einflussreichsten Denker der Welt wieder ans Licht.
Unsere vergessenen Befreier
Sa 05.07., 21:30
Das digitale Stadtportal für Freiburg und seine Stadtteile – mit Marktplatz, Eventkalender, Community-Angeboten und einem lokalen Branchenverzeichnis für Unternehmen, Vereine & Initiativen.
