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Afrikanische Perspektiven sind ein essenzieller Bestandteil der deutschen Gesellschaft – dennoch bleiben sie häufig unterrepräsentiert oder werden im öffentlichen Diskurs auf stereotype Rollen reduziert. Der Vortrag beleuchtet die Spannungsfelder zwischen echter Repräsentation und oberflächlicher Sichtbarkeit (Tokenisierung) im Kontext von Migration, Integration und Diversität. Ausgehend von der Frage 'Sichtbarkeit um jeden Preis?' thematisiert Feven Michael, Referentin für Jugendmigrationsdienste und Schulbegleitung, wie Repräsentation politisch, kulturell und sozial verhandelt wird und welche Risiken entstehen, wenn Vielfalt nur symbolisch abgebildet wird.
Im zweiten Teil des Abends spricht Tebogo Bodibe-Deppe über pädagogische Ansätze, die kulturelle Wahrnehmungen nachhaltig verändern. Unter dem Titel 'Teaching through Storytelling to Bridge the Gap' zeigt sie, wie Narrative als Brücke zwischen Kulturen dienen können und welche Rolle Schulen dabei spielen, Afrikabilder jenseits exotisierter kolonialer Prägungen zu vermitteln. Im Fokus steht dabei die interkulturelle Bildung als Werkzeug gegen Vorurteile und für ein inklusives, kulturgerechteres Miteinander.
Die Veranstaltung lädt zu Austausch, Reflexion und Perspektivwechsel ein – begleitet von musikalischen Beiträgen und afrikanischen Köstlichkeiten.
Eintritt frei
Spenden erwünscht
Workshop von fernsicht im iz3w
In der hiesigen Schulbildung wird das Thema Zweiter Weltkrieg fast ausschließlich aus einer nationalen Perspektive behandelt – die globalen Dimensionen des Krieges oder die Zusammenhänge zur (deutschen) Kolonialgeschichte kommen hingegen kaum vor.
Der Workshop von fernsicht im iz3w bietet anhand interaktiver Methoden einen Überblick und eine Einführung in das Thema „Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg“. In eindrücklichen Audio- und Videoaufnahmen kommen Zeitzeug*innen aus Ländern des Globalen Südens selbst zu Wort. Gemeinsam werden wir diskutieren, wie eine Bildungs- und Gedenkkultur gestaltet sein müsste, welche die vergessenen Befreier von deutschem Faschismus mit einbezieht.
Der Workshop richtet sich an alle Interessierte und kann auch gesondert für Schulklassen oder Lehrer*innen über das iz3w gebucht werden.
Teilnahme kostenfrei,
Anmeldung unter: bildung@iz3w.org
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Unsere vergessenen Befreier
(De-)koloniale Perspektiven auf den Zweiten Weltkrieg
Filme und Vorträge in Freiburg
Di 11.03. – Di 03.06.2025
Vor 80 Jahren endete der Zweite Weltkrieg. Unzählige Menschen und alle Kontinente wurden durch diesen Krieg erschüttert, dessen Zentrum Deutschland war. Die Nationalsozialisten hatten den Weltkrieg 1939 mit dem Überfall auf Polen begonnen, und schließlich über Europa hinaus nach Asien, Ozeanien, Afrika und die Amerikas ausgeweitet. Gleichwohl müssen bereits der italienische Abessinienkrieg 1935 in Äthiopien/Eritrea und der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg ab 1937 als Teil dieses globalen Krieges begriffen werden, denn beide wurden von den mit Deutschland verbündeten Achsenmächten Italien und Japan begonnen. Vergessen werden darf dabei allerdings nicht, dass die Zahl derjenigen aus aller Welt, die sich den Nazis militärisch entgegenstellten, weit größer war, als die Zahl ihrer internationalen Verbündeten.
Anlässlich des 80. Jahrestages der Befreiung von Nazideutschland wollen wir mit zahlreichen Vorträgen und einer Filmreihe mit Gästen aus Algerien, Frankreich, Italien, Brasilien, Korea und den USA sowohl seinen Opfern wie auch den Widerstandskämpfer*innen aus dem Globalen Süden gedenken. Damit wollen wir zum Perspektivwechsel von einer eurozentrischen hin zu einer globalen Geschichtsschreibung beitragen. Europa, und insbesondere Deutschland, muss sich der historischen Verantwortung stellen, die es gegenüber Kontinenten, Ländern und Regionen hat, die durch Kolonialisierung und Krieg zerrüttet wurden. Untrennbar damit verbunden ist auch die Verantwortung gegenüber Menschen, die heutzutage aus ihren Herkunftsländern flüchten und hier nach Schutz und Asyl suchen.
Eine Veranstaltung von iz3w und Kommunales Kino Freiburg in Kooperation mit ACT – Africa Center for Transregional Research, Blaues Haus Breisach, Centre Culturel Français Freiburg, DEAB, De/Coloniality Now, FAIRburg, Frankreich-Zentrum, freiburg-postkolonial, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, KoBra – Kooperation Brasilien, Kulturaggregat, recherche international, Theater Freiburg, Weingut Dilger
Mit finanzieller Unterstützung des Landtags und des Staatsministeriums Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg, gefördert von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes, INTA-Stiftung, Sparkasse Freiburg-Nördlicher Breisgau, Kulturamt Freiburg
Die Veranstaltungsreihe „Afrika in Deutschland – Sichtbar unverzichtbar“ macht die bedeutenden Beiträge der afrikanischenDiaspora in Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur sichtbar. Initiiert von German - Africa Insight (GAI) e.V., bringt das Programm Expertinnen, Kulturschaffende und die Öffentlichkeit zusammen, um den interkulturellen Austausch zu fördern und die entscheidende Rolle afrikanischer Akteurinnen in der deutschen Gesellschaft zu würdigen.
Ein interaktives Veranstaltungsformat mit hochkarätigen Gästen
Vom 8. März bis 26. September 2025 verwandelt sich Freiburg in eine Bühne für Dialog, Austausch und Inspiration. DieVeranstaltungsreihe umfasst sechs interaktive Aktionstage mit Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Kunst- und Literaturaktionen sowie einen abschließenden Gala-Abend am 27. September 2025.
Zum Auftakt am 8. März 2025 um 19 Uhr im Haus des Engagements (Rehlingstraße 9, 79100 Freiburg) sprechen Gabi Rolland (MdL), Landtagsabgeordnete und Dr. Blessing Durodola (UniFreiburg) über die Bedeutung und Sichtbarkeit der afrikanischen Diaspora. Die Veranstaltung wird von musikalischen Beiträgen und afrikanischen Köstlichkeiten begleitet.
Unsere Ziele:
- Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der Völkerverständigung
- Schaffung von Dialogräumen für afrikanische Expertinnen und Akteurinnen
- Sichtbarmachung positiver Beiträge und Leistungen der afrikanischen Zivilgesellschaft
- Abbau von Vorurteilen und Förderung einer offenen, vielfältigen Gesellschaft
- Befähigung der afrikanischen Community, ihre Expertise zu teilen und Netzwerke zu stärken Zielgruppe
Weitere Veranstaltungstermine:
Freitag, 4. April 2025: PD Dr. Clarence Pingpoh spricht über seine Erfahrungen zwischen zwei Welten. Felix Efosa ( Gemeindrat, Stadt Freiburg)
Samstag, 10. Mai 2025;
Samstag, 7. Juni 2025; mit Dr. Grace Mbungu (Renewable Energy Development Expert)
Samstag, 2. August 2025
Freitag, 26. September 2025: Workshop mit Vorträgen und Samstag, 27. September 2025: Finale mit Gala-Abend im Bürgerhaus Zähringen (Lameystr. 2, 79108 Freiburg)
Ein krönender Abschluss: Der Gala-Abend am 27. September 2025
Die feierliche Gala am 27. September 2025 bildet das Highlight der Veranstaltungsreihe
Die „Africa Week Germany“ ist mehr als eine Veranstaltungsreihe – sie ist ein Schritt in Richtung einer stärkeren Wertschätzung der afrikanischen Diaspora“, so die Veranstalter von GAI e.V. Die Gala bietet eine Plattform, um wertvolle Beiträge sichtbar zu machen, Netzwerke zu stärken und die Vielfalt als gesellschaftliche Bereicherung hervorzuheben.
Fragen an info@german-africainsight.de
Eintritt frei
Spenden erwünscht